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Das Raiffeisengebäude befindet sich an bester Lage mitten in Frick. Die Parzelle ist nicht nur an der Hauptstrasse, sondern befindet sich auch auf der Achse der Bahnhofstrasse und ist somit innerhalb von Frick perfekt erschlossen. Auf der Nordwestseite befindet sich das historische Kornhaus, auch Schaffnerei genannt. Die Parzelle ist generell eingebettet in eine für die Schweiz typische, kleinmassstäbliche Dorfkörnigkeit. Diese Körnung wird leider durch die beiden massiv grösseren Volumen von Coop unterbrochen.
Frick ist – wie für den Aargau typisch – dominiert durch die Hauptstrasse. Die Öffnung im Strassenraum, welche sowohl vor dem Raiffeisen- wie auch dem Coop-Gebäude existiert, ist innerhalb von Frick einzigartig und ein grosses Potential für das Dorf. Es wurde deshalb von Anfang an das Ziel angestrebt, einen Platz zu schaffen, welcher nicht nur der Bank als Adresse dient, sondern auch als Treffpunkt und Aufenthaltsort für das Dorf dient. Durch einen früh geführten Dialog konnten wir zusammen mit den Planern von Coop ein übergreifendes Konzept ausarbeiten.
Die Treppen des Coop-Platzes sind ästhetisch verwandt mit der Treppe des Raiffeisen-Projektes. Mit dem Ziel, die beiden Plätze zu einem späteren Zeitpunkt zu verbinden – Frick plant an der Grubenstrasse eine Verkehrsberuhigung/30er-Zone –, wurden dieselben Iragna-Platten verwendet.
Das vorliegende Projekt entstand aus dem Bedürfnis heraus, einen Platz mit Aufenthaltsqualität zu schaffen. Der Platz sollte auch ohne zusätzliche Möblierung dazu einladen, sich darauf aufzuhalten. So wurde die Überfahrt des bestehenden Autolifts, welche ohnehin einen Meter überstand, mit Treppenstufen eingekleidet. Diese Stufen überwinden den Niveauunterschied zwischen dem Trottoir zur Hauptstrasse und dem Eingangsniveau. Ein Teil dieser Stufen dient der Erschliessung für Fussgänger; es gibt aber auch Doppelstufen, welche sich als Sitzgelegenheit anbieten.
In Zusammenhang mit dem neuen Café der Raiffeisenbank «Piazza» entstand somit ein neuer Treffpunkt für Frick, welcher bereits rege genutzt wird.
Während der Entwicklung und Ausführung des Projektes galt es verschiedene Interessen gegeneinander abzuwägen. Einerseits waren natürlich die Interessen der Bauherrschaft zu berücksichtigen. Weil der Platz an das Kornhaus anschliesst, mussten auch ortsbildnerische und denkmalpflegerische Aspekte in die Projektierung einfliessen. Und weil der Platz zwar auf einem privaten Grundstück gebaut wird, aber einen öffentlichen Charakter aufweist, galt es auch darauf zu achten, dass der Platz für Leute mit Geh- oder Sehbehinderung ohne Gefahr genutzt werden kann.
